Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht

Im Fokus des Berichts steht die Sexualität von Männern.

In Filmen und Büchern, in der Werbung, in der Presse, im Internet… überall begegnet uns das Thema Sexualität. Doch wie sieht es mit der sexuellen Gesundheit in Deutschland wirklich aus? Obwohl  das wissenschaftliche Interesse an männlicher Sexualität in den letzten Dekaden gewachsen ist, fehlen zu  vielen Aspekten belastbare Daten. Bisher blendeten die in Deutschland und international publizierten Männer-Gesundheitsberichte das Thema Sexualität fast völlig aus.  

Sexualität ist wesentlicher Bestandteil von Gesundheit

Der Dritte Deutsche Männergesundheitsbericht, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Sexualwissenschaft der Hochschule Merseburg unter Leitung von Prof. Dr. Voß entstand, versucht diese Lücke etwas zu schließen. Der Bericht, der der erste in Deutschland und Europa dieser Art ist, wirft einen aktuellen Blick auf die vielseitigen Facetten der Sexualität von Jungen, männlichen Jugendlichen, jungen Männern, Männern im mittleren Lebensalter, behinderten Männern und alten Männern in Deutschland. Er verdeutlicht, dass unter sexueller Gesundheit nicht in erster Linie Störungen und sexuell übertragbare Infektionskrankheiten verstanden werden sollte. Vielmehr fördert ein körperliches und emotional befriedigendes Sexualleben das allgemeine Wohlbefinden und ist somit ein wesentlicher Bestandteil von Gesundheit. Sexuelle Probleme hingegen,  führen oft zu einer geringeren Lebenserwartung und Partnerschaftsqualität, erhöhter Depressivität und allgemeiner Unzufriedenheit.

Blick auf die Sexualität aus medizinischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive

Wie hat sich die Forschungssituation in der BRD entwickelt? Wie entwickelt sich „Sexualität im 21. Jahrhundert“ ? Wie vermeiden wir Diskriminierungen bezogen auf sexuelle Orientierungen und wie können sexuelle Straftaten weiter reduziert werden?

Um diese Fragen zu beantworten, haben 40 Autorinnen und Autoren die wichtigsten Aspekte von männlicher Sexualität in erstmaliger Zusammenarbeit von Medizinern und Soziologen analysiert.  In 31 Beiträgen werden u.a.  die historische Entwicklung der männlichen Sexualität in Deutschland bis ins heutige Digitalzeitalter, die sexuelle Entwicklung des Jungen und Sexualität im Alter, Darstellungen der vielfältigen Facetten von Sexualität sowie ihre gesellschaftliche Akzeptanz und Grenzen dargestellt. Der Bericht zeigt die Zusammenhänge von gesellschaftlicher Entwicklung und Sexualmoral auf.

Der 3. Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit richtet sich sowohl an gesundheitspolitische Entscheidungsträger, an Expertinnen und Experten der Sexualwissenschaft, Sexualtherapeuten, Fachkräfte der Sexualpädagogik und  an die interessierte Öffentlichkeit. Jeder Beitrag schließt mit Handlungsempfehlungen und Vorschlägen zu Forschungsbedarf, zur Gesundheitsversorgung und zur Information der Bevölkerung über aktuelle Tendenzen der Sexualität ab.


Informationen zum Buch

Hrsg.: Prof. Dr. med. Theodor Klotz, Prof. Dr. sc. med. Doris Bardehle, Prof. Dr. sc.soc. Heiz-Jürgen Voß,

Psychosozial Verlag, ca. 430 Seiten, 39,90€

Erscheint im April 2017


Den Dritten Deutschen Männergesundheitsbericht können Sie hier bestellen (Preis: 39,90€ zuzügl. 3,95€ Versandkosten).

Das Grußwort von Frau Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt finden Sie hier.

Das Autorenverzeichnis finden Sie hier.

Informationen zum ersten Männergesundheitsbericht finden Sie hier.

Informationen zum zweiten Männergesundheitsbericht finden Sie hier.

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