Freiwilliger Gesundheitscheck und Mobilitätsberatung für ältere Autofahrer und Autofahrerinnen

Ältere Menschen in Deutschland sind nicht nur gesünder als vor 10 Jahren, auch ihre Mobilität nimmt zu. Dies belegt eine in 2008 durchgeführte Studie des Bundesverkehrsministeriums. Das Auto spielt bis ins hohe Alter eine wichtige Rolle. Besonders in ländlichen Gebieten, in denen nicht auf öffentliche Verkehrsmittel ausgewichen werden kann, sind die Menschen auf das Auto angewiesen. Hier ist Mobilität Voraussetzung für das tägliche Leben, für Arztbesuche und für die Teilnahme am sozialen Leben. In Deutschland leben bereits heute fast 18 Mio. Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind. In 10 Jahren werden es über 20 Mio Menschen sein - 1/4 der Gesamtbevölkerung. Damit spielen sie als Verkehrsteilnehmer eine zunehmend wichtige Rolle!

Sinkt die Sicherheit im Straßenverkehr mit steigender Zahl älterer Verkehrsteilnehmer? Zahlen belegen dies noch nicht. Doch sind sie an Unfällen mit Personenschaden beteiligt, tragen sie häufig die Hauptschuld. Bei den mindestens 75-Jährigen werden sogar drei von vier Unfallbeteiligten Pkw-Fahrern die Hauptschuld am Unfall zugewiesen (Quelle. DESTATIS).

Weitaus größer als bei jüngeren Menschen ist bei Senioren die Gefahr, bei einem Unfall schwere Verletzungen davon zu tragen, von denen sie sich kaum erholen. Sie haben außerdem eine geringere Chance, einen Verkehrsunfall zu überleben. Dies trifft in erhöhtem Maße auf die Männer zu.

Das Alter allein sagt nichts über die Fahreignung aus. Senioren sind eine sehr heterogene Altersgruppe, was ihre Wahrnehmungs- und Leistungsfähigkeit sowie ihren Gesundheitszustand anbelangt. Doch mit zunehmendem Alter lassen u.a. die Körperbeweglichkeit und das Seh- und Hörvermögen nach, die Gefahr der Überforderung in komplexen Verkehrssituationen nimmt zu. Häufig werden Medikamente eingenommen, die Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit haben. Die Selbsterkenntnis von altersbedingten Defiziten ist jedoch gering.


Gesundheitscheck und Mobilitätsberatung

Ziel der Stiftung Männergesundheit ist es, die Reflexion über den eigenen gesundheitlichen Zustand und über die Fahrtüchtigkeit zu fördern und bei altersbedingten Einschränkungen rechtzeitig gegenzusteuern.

Hierfür schlägt sie einen von den Hausärzten durchgeführten freiwilligen Gesundheitscheck mit einer anschließenden Mobilitätsberatung vor. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Freiwilligkeit. Die Fahrerlaubnis kann nicht entzogen werden.

Eine Studie in einer Pilotregion sollte den Nutzen der Kombination von ärztlichem Check und Mobilitätsberatung belegen. Die Stiftung hat sich in den vergangenen zwei Jahren mit allen Vereinen und Institutionen im Bereich Straßenverkehr sowie mit einigen Verkehrsministerien in Verbindung gesetzt, um sie für ein gemeinsames Projekt zu gewinnen. Trotz meist positiver Rückmeldungen, konnte sich bis jetzt keine Institution oder Landesregierung entschließen, sich an einer Pilotstudie zu beteiligen.

Die Stiftung fordert die Bundes- und Landesregierungen sowie den ADAC, die Deutsche Verkehrswacht und alle Verantwortlichen auf, sich für die Mobilität, Sicherheit und Gesundheit älterer Menschen in Deutschland stark zu machen!

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