Früherkennung – Bitte vorbeugen!
Bedeutung für die Gesundheit von Männern
Männer wollen nicht gleich wegen jedem Wehwehchen zum Arzt gehen. Beim Thema Früherkennungsuntersuchungen sollten sie aber eine Ausnahme machen.
Denn die meisten Erkrankungen, die durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckt werden können, verursachen zu Beginn keine oder kaum Beschwerden. Aber bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie sind die Heilungschancen bei Krankheiten wie Krebs oder Herz-Kreislaufstörungen höher.
Die Gesundheitsuntersuchung „Check-up 35“ können Männer und Frauen ab dem vollendeten 35. Lebensjahr in Anspruch nehmen. Alle zwei Jahre testet der Arzt das Herz-Kreislauf-System, die Nieren, den Blutzucker und andere medizinische Parameter. Nach Abschluss aller Untersuchungen informiert der Arzt über die Ergebnisse und bespricht mit seinem Patienten gegebenenfalls mögliche Maßnahmen.
Zusätzlich haben seit September 2008 alle gesetzlich Krankenversicherten ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre das Recht auf eine Hautkrebsuntersuchung. Die häufigste Form des bösartigen Hautkrebses ist das maligne Melanom, eine besonders aggressive Krebsform. Rechtzeitiges Erkennen führt zu einer Heilungschance von fast 100 Prozent.
Ab dem 45. Lebensjahr werden die Kosten für jährliche Krebsfrüherkennungen der Prostata und des Darms von der Krankenkasse übernommen. Die Untersuchung der Prostata führt nicht nur der Urologe durch, sondern auch ein Allgemeinmediziner oder der eigene Hausarzt.
Ab einem Alter von 50 Jahren ist ein jährlicher Schnelltest auf Blut im Stuhl möglich, der Auskunft über Erkrankungen des Dickdarms gibt. Darüber hinaus haben Männer und Frauen ab 55 Jahre Anspruch auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens zehn Jahren, bei denen frühe Vorstadien eines möglichen Darmkrebses erkannt und sofort entfernt werden können.







