Schlaganfall – Bessere Prävention erhöht die Lebensqualität und senkt die Kosten

Bedeutung für die Gesundheit von Männern
Ein Schlaganfall kann entweder in Form eines Hirninfarktes (Ischämischer Insult) oder einer Hirnblutung auftreten. Für die Prävention kommt dem Hirninfarkt eine höhere Bedeutung zu, da dieser eng mit den Lebensgewohnheiten einer Person verbunden ist. Vom Ischämischen Insult sind laut statistischem Bundesamt jährlich zwar mehr Frauen betroffen, Männer erleiden einen Hirninfarkt allerdings in deutlich jüngeren Lebensjahren.

Durch bessere Prävention würden letztendlich nicht nur Männer profitieren, sondern auch die Krankenversicherungen, denen durch Rehabilitations- und Wiedereingliederungsmaßnahmen besonders bei den relativ jungen Altersgruppen hohe Kosten entstehen. Rauchen, Diabetes, starkes Übergewicht, Fettststoffwechselstörungen und ein erhöhter Blutdruck sind die Hauptrisikofaktoren für den ischämischen Insult.

 

Symptome
Die Leitsymptome des Schlaganfalls sind Seh- und Sprachstörungen, Schwindel und Lähmungen im Gesicht. Diese spezifischen Krankheitszeichen können nach einigen Stunden ganz ohne medizinische Behandlung zurück gehen. In diesem Fall sprechen Ärzte von einer Transitorischen ischämischen Attacke (TIA). Eine TIA muss ernst genommen werden, weil sie häufig ein Warnsignal für einen bevorstehenden Schlaganfall ist.

Ursache
Der Schlaganfall stellt eine Minderdurchblutung von Teilen des Gehirns dar. Bei einem ischämischen Insult verschließt ein Blutgerinsel das Gefäß, sodass das dahinter liegende Nervengewebe nicht mehr ausreichend mit dem im Blut enthaltenden Sauerstoff versorgt werden kann. Raucher oder Menschen mit chronischen Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes sind besonders gefährdet.

Therapie
Bei einem ischämischen Insult wird das Blutgerinsel medikamentös aufgelöst, eine sogenannte Thrombolyse. Diese Behandlung muss unverzüglich nach dem Auftreten der ersten Symptome durchgeführt werden, da sonst verbleibende Schädigungen am Gehirn zu erwarten sind. Bei schweren Erkrankungsverläufen folgt nach der klinischen Behandlung eine umfangreiche Rehabilitation.

Bildquelle: © sd / aboutpixel.de