Erektile Dysfunktion - Bei jüngeren Männern häufig ein Warnsignal

Bedeutung für die Gesundheit von Männern
Erektionsstörungen, umgangssprachlich Impotenz genannt, können bei jüngeren Männern Warnsignale einer bestehenden Herzerkrankung sein. Damit Blut durch kleinere Gefäße, wie die des Penis, gelangen kann, bedarf es höherer Blutdrücke als bei vergleichsweise großen Gefäßen. Bei zu geringer Pumpkraft des Herzens, z.B. infolge einer Herzschwäche, können sich die Schwellkörper nicht ausreichend mit Blut füllen und somit eine Erektionsstörung auslösen.

 

 

Symptome
Unter der erektilen Dysfunktion versteht man die mangelnde Versteifungsfähigkeit des Penis, um den partnerschaftlichen Verkehr durchführen zu können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer behandlungsbedürftigen Erkrankung, wenn mehr als in 3/4 der Fälle der Geschlechtsverkehr nicht vollzogen werden kann. Trotz bestehenden sexuellen Verlangens, sowie Orgasmus- und Ejakulationsfähigkeit, kann eine Erektionsstörung vorliegen.

Ursache
Neben dem Hauptrisikofaktor "Alter", wird bei ca. 90 Prozent der Männer mit erektiler Dysfunktion ein „Metabolisches Syndrom“ diagnostiziert. So nennen Mediziner das Zusammentreffen der Risikofaktoren Adipositas (Fettleibigkeit/Übergewicht), Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Erkrankungen der Prostata, z. B. in Folge einer Krebstherapie und psychische Veränderungen, z.B. Depressionen, Stress oder Ängste, können Erektionsstörungen verursachen.

Therapie
Die Behandlung des metabolischen Syndroms führt vielfach zu einer Verbesserung der Erektionsfähigkeit. Mittlerweile gibt es sehr wirksame Hilfsmittel zur Therapie der erektilen Dysfunktion, wie Medikamente oder die Vakuumpumpe. Können organische Gründe ausgeschlossen werden, sollte eine psychotherapeutische Behandlung in Betracht gezogen werden.

Bildquelle: © Claudia Hautumm / pixelio.de