Bedeutung für die Gesundheit von Männern
Mit 58.000 Neudiagnosen im Jahr, ist das Prostatakarzinom die häufigste bösartige Tumorform beim Mann. Wie bei allen Krebserkrankungen erhöhen konsequent durchgeführte Vorsorgeuntersuchungen die Heilungschancen erheblich.

Neben der relativ unspezifischen Tastuntersuchung durch den Arzt, existiert zur Früherkennung der Prostataspezifische Antigen Test (PSA). Mit der Begründung der Ungenauigkeit, wird dieser Test von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht erstattet. Forschungen wie die HAROW-Studie werden den Nutzen des PSA-Testes untersuchen.

 

Symptome
Beim Prostatakarzinom werden unterschiedliche Verläufe hinsichtlich Tumorwachstum- und Aggressivität beobachtet. Somit kann der Krebs lange Zeit symptomfrei und damit unbemerkt bleiben. Schwierigkeiten beim Wasser lassen oder Blut im Urin können Anzeichen für ein Karzinom sein, aber auch auf andere Erkrankungen hinweisen. In seltenen Fällen kann ein fortgeschrittener Tumor auch Rücken- und Gelenkschmerzen verursachen.

Ursache
Die Gründe für die Entstehung eines Prostatakarzinoms sind nicht eindeutig geklärt. Scheinbar spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, darunter auch die Ernährung. So erkranken asiatische Männer, die deutlich weniger tierische Produkte zu sich nehmen als Männer aus westlichen Industrieländern, viel seltener an einem Prostatakarzinom. Ein negativer Einfluss von hohem Fleischverzehr konnte auch auf das Wachstum eines bereits bestehenden Prostatakarzinoms beobachtet werden.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. So kann bei einem lokal begrenzten Prostatakarzinom neben einer Operation, Bestrahlung oder Hormontherapie auch eine abwartende Behandlungsstrategie gewählt werden. Hierbei erfolgen engmaschige Kontrolluntersuchungen, die den Verlauf des Tumorwachstums überwachen. Bei größeren Tumoren, bzw. bei Metastasen sollte eine operative Therapie vorgenommen werden.

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