Arbeitsgruppen

Wer Gesundheit fördern will, muss körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden ganzheitlich stärken. Nicht allein medizinisch-biologisches Fachwissen ist gefragt, sondern auch ein breites Verständnis der soziokulturellen und psychosozialen Rahmenbedingungen.

Deshalb versammelt die Stiftung Männergesundheit Experten unterschiedlicher Lebensbereiche, die den Dialog aus vielfältigen Perspektiven ermöglichen.

Prof. Dr. phil. Martin Dinges,
Stellvertretender Leiter und Archivar des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung

„Der besondere Bedarf von Frauen wurde während der letzten dreißig Jahre besonders beachtet. Nun wird es für eine geschlechtergerechte Gesellschaft Zeit, den geschlechtsspezifischen Bedarf von Männern wahrzunehmen. Die Gesundheit ist ein sehr geeignetes Feld, da hier die Unterschiede besonders auffallend sind.“

Dr. med. Ralf Franke,
Corporate Medical Director der Siemens AG

„Die ,Ressource' Mensch ist die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland. Betriebliche Gesundheitsförderung trägt zur Stärkung der Gesundheit arbeitender Menschen bei. Sie fördert gesundheitliche Eigenverantwortung und ist ein entscheidender Beitrag zum Erhalt der Gesundheit und damit der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft bis zum Rentenalter. Dabei lassen sich die Menschen im Betrieb besonders leicht erreichen und in jedem Stadium gesundheitlicher Risiken für Präventionsmaßnahmen gewinnen. Betriebliche Gesundheitsförderung wirkt nicht nur auf die Beschäftigten, sondern wirkt über die Familien und das Umfeld weit darüber hinaus. Betriebliche Gesundheitsförderung eignet sich auch als Modell für andere Lebensbereiche (z.B. Kindergarten, Schule) und leistet einen besonders effektiven Beitrag zur Gesundheit der Gesellschaft und zur Vermeidung von Krankheit und deren Kosten. Angesichts der Zunahme verhaltensbedingter Erkrankungen und der daraus resultierenden Gesundheitskosten, den Anforderungen aus einer verlängerten Lebensarbeitszeit und den Veränderungen in der Arbeitswelt wird die Gesundheitsförderung immer unerlässlicher. Männer nehmen bekanntermaßen seltener an Vorsorgeuntersuchungen teil als Frauen. Die männlichen ,Präventionsmuffel' mit wissenschaftlich fundierten Präventionsangeboten zu erreichen und zu einem gesunden Lebensstil zu motivieren ist das gemeinsame Ziel von Siemens und der Stiftung Männergesundheit. Insofern freut es mich, dass ich durch die Mitarbeit in der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe Arbeitsmedizin die offensichtlichen Synergien zu erfolgreichen Präventionskonzepten für die Männergesundheit nutzen kann.“

PD Dr. rer. soc. Anna-Maria Möller-Leimkühler,
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums München

 

 

 

 

Prof. Dr. med. Oliver Rick,
Chefarzt der Klinik Reinhardshöhe

„Männer sind nicht nur von geschlechtsspezifischen Tumorerkrankungen besonders häufig betroffen, sondern auch von Krebserkrankungen, die prinzipiell beide Geschlechter ereilen. Mögliche Ursachen für dieses Phänomen könnten in einem mangelnden Gesundheitsbewusstsein der Männer, als auch in einem weniger intensiven Präventionsangebot zu finden sein. Mein persönliches Anliegen ist es deshalb, an der Erforschung möglicher Ursachen mitzuwirken, um daraus gesundheitspolitische Veränderungen bewirken zu können.“

Dr. med. Richard Stern,
Ärztlicher Leiter des Zentrums für Herzinsuffizenz am Jüdischen Krankenhaus Berlin

„Früher Herztod ist Männersache… Entsprechend wichtig ist es, Risikogruppen gezielt aufzuklären und Vorsorgemaßnahmen zu fördern.“

 

 

Dr. med. Anette Wahl-Wachendorf,
Leiterin des Arbeitsmedizinischen Dienstes der BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

„Männer achten häufig nicht sehr auf ihre Gesundheit und nehmen Vorsorgemaßnahmen seltener wahr als Frauen. Dass sich die Stiftung Männergesundheit dieses Themas annimmt und es bewirbt, ist gerade aus präventiver Warte sehr zu begrüßen.“

 

Prof. Dr. phil Joachim Weis,
Leiter der Abteilung Psychoonkologie der Klinik für Tumorbiologie am Universitätsklinikum Freiburg