Die Geschichte der Stiftung.

Eine begehbare Prostata und zwei entschlossene Männer prägen die Entstehungsgeschichte der Stiftung.

Fünf Meter lang, 3,4 Meter breit und über zwei Meter hoch ist das begehbare Prostata-Modell, das Olaf Theuerkauf, heute kaufmännischer Vorstand der Stiftung Männergesundheit, Mitte der 2000er Jahre gemeinsam mit einem hochrangigen Ärzteteam entwickelt und baut. Mitinitiiert wird das Projekt von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., für die die von Theuerkauf geführte AVISO Verlagsgesellschaft mbH die Kommunikations- und Pressearbeit erledigt. Die gigantische Vorsteherdrüse soll dabei helfen, Erkrankungen des Organs zu enttabuisieren und über Früherkennung, Diagnose und Therapiemöglichkeiten von Prostatakrebs zu informieren.

In 2004 startet die begehbare Prostata ihre über 2 Jahre andauernde Aufklärungstour durch Deutschland, macht Station in Rathäusern, Stadthallen und Theatern, oft im Rahmen von Männergesundheitstagen, die sich auch mit anderen Aspekten der „männlichen“ Gesundheit beschäftigen. Das Prostata-Modell bekommt zwar einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde. Doch die Auswertung der Besucherstatistiken ergibt, dass die Veranstaltungen diejenigen, die sich dafür eigentlich interessieren müssten – nämlich die Männer selbst – nicht wirklich erreichen.

Etwas Eigenes, Unabhängiges machen - Gründung der Stiftung in 2006

Dies bewegt Olaf Theuerkauf sich für die Gesundheit der Männer in Deutschland stark zu machen und findet in Lothar Weißbach, Professor für Urologie, einen begeisterten Mitstreiter. Beide sehen die Notwendigkeit für eine wissenschaftlich hochrangige und unabhängige Institution, die sich für die gesundheitlichen Belange der Männer einsetzt. In 2006 beschließen sie die Gründung der gemeinnützigen und unabhängigen Stiftung Männergesundheit, die sich für das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden von Männern engagiert (mehr zur Stiftungsidee).Ihnen zur Seite steht ein fachübergreifendes Kuratorium bestehend aus Prof. Dr. Frank Mayer (Institut für Sportmedizin an der Universität Potsdam), Dr. Richard Stern (Kardiologe), Prof. Dr. Hans Konrad Biesalski (Institut für Ernährungswissenschaften an der Universität Hohenheim), Prof. Dr. med. Wolfgang Weidner (Urologische Abteilunge des Universitätsklinikums Gießen), Hans-Joachim Gornig (Berater der Gazprom Germania GmbH), Roland Engels (Vorstandsmitglied der Gegenbauer Holding SE & Co.KG.), Thomas Ballast (Vorstand der Techniker Krankenkasse), Wolfgang Melcher (Chefredakteur der Zeitschrift Men's Health) und Frank Busemann (Leichtathlet). In 2009 wird das Kuratorium verkleinert und die Kompetenz in den Beirat überführt.

Erfolgsmodell mit Langzeitwirkung

Wenig später läuft mit HAROW die größte unabhängige Versorgungsstudie im deutschsprachigen Raum zum Prostatakarzinom an. „Das war die Initialzündung“, erinnert sich Olaf Theuerkauf. Eine Initialzündung, der weitere Aktivitäten folgten:

In 2010 gibt die Stiftung den ersten nationalen Männergesundheitsbericht heraus. Ein zweiter Bericht folgt in 2013. Im selben Jahr wird eine wissenschaftliche Definition des Begriffs "Männergesundheit" erarbeitet. Besonders engagiert kämpft die Stiftung gegen Übertherapie bei Prostatakrebs und für eine höhere Akzeptanz von defensiven Behandlungsmethoden wie "Active Surveillance" (aktive Überwachung) und "Watchful Waiting" (beobachtendes Abwarten). Ende 2013 erscheinen die ersten Hefte der "Wissensreihe Männergesundheit", eine sehr erfolgreiche Serie kompakter Ratgeber.

Auch auf politischer Ebene wird die Stiftung aktiv und erreicht, dass das zukünftige Präventionsgesetz geschlechtsspezifische Maßnahmen vorsieht. Bereits im Herbst 2012 macht sie Bundestagsabgeordnete und Vertreter von Krankenkassen darauf aufmerksam, dass der Nutzen von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen überbewertet wird und plädiert seitdem für eine risikoadaptierte Früherkennung. 

2012 wird der Förderverein gegründet, der die Stiftungsarbeit tatkräftig unterstützt. Mit seiner stetig wachsenden Zahl an Mitgliedern ist er ein weiterer wichtiger Teil der Erfolgsgeschichte der Stiftung Männergesundheit.


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