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Acht Tipps für ein längeres Leben

Soziale Beziehungen pflegen

Wer keine starken sozialen Beziehungen hat, schadet seiner Gesundheit so sehr wie jemand, der täglich 15 Zigaretten raucht. Zu diesem Ergebnis kommt die renommierte Neue Zürcher Zeitung in einem Beitrag über Männer und ihre Freundschaften. Die Zahl hat das Blatt nicht einfach geschätzt, sie ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Metaanalyse, also einer Untersuchung, die verschiedene Forschungsergebnisse in diesem Bereich zusammenfasst und auswertet.1

Das Problem betrifft vorwiegend Männer. Zwar zeigt eine neue Studie vom Januar 2026, dass Männer ähnlich viele Freunde haben wie Frauen, sie pflegen diese aber weniger stark. Vor allem bitten sie diese seltener um Hilfe, wenn sie Probleme haben, so das Pew Research Center.2

Arbeit und die Ehefrau

Vor allem in schwierigen Phasen sind soziale Beziehungen extrem wichtig. Für beide Geschlechter ist der Partner oder die Partnerin mit 74 Prozent die wichtigste Anlaufstation bei Problemen. Allerdings haben Frauen noch zahlreiche weitere Ressourcen. Vor allem bei der Frage, ob Freunde und andere Familienmitglieder um Hilfe gebeten werden, ist der Unterschied groß. Bei Problemen in der Beziehung oder einer Trennung haben die Männer deshalb weniger Menschen, mit denen sie darüber reden können.

Hinzu kommt eine Besonderheit bei Männern, die die Studie gar nicht beleuchtet. Männer finden Freundschaften und soziale Kontakte oft über die Arbeit. Gehen sie in Rente oder werden sie arbeitslos, fehlen diese.

 

Die wichtigsten sozialen Kontakte für Männer (grau) und Frauen

Vereine, Kirchen, Männerschuppen

Soziale Kontakte sind wichtig, nicht nur in schwierigen Zeiten. Kümmern sie sich deshalb darum. Verabreden Sie sich mit Kollegen, treffen Sie andere Menschen, finden Sie Freunde. Sollte Ihnen das Aufbauen sozialer Kontakte schwerfallen, hätten wir ein paar Ideen. Der klassische Weg ist ein Verein. Sportvereine bieten eine breite Palette an Angeboten, die sich an unterschiedliche Fitness-Niveaus richten. Wessen Stärke eher im Musikalischen liegt, der findet auch hier eine große Auswahl. Wieder andere Vereine restaurieren alte Züge oder kümmern sich um Bedürftige. Auch die Kirchen machen ein breites Angebot.  

Die Stiftung Männergesundheit unterstützt deshalb die australische Idee der Männerschuppen, in denen Männer sich treffen, um gemeinsam aktiv zu sein, zu reden und Zeit gemeinsam zu verbringen. Aber auch klassische Vereine, Kirchen oder ehrenamtliche Arbeit können ein Betätigungsfeld sein.

Fazit: Es gibt keine Ausreden

Wer sich einsam fühlt, hat also viele Möglichkeiten, das anzugehen – und damit in den meisten Fällen nicht nur seine Lebensdauer zu steigern, sondern auch seine Lebenszufriedenheit.

Mehr Informationen von der Stiftung Männergesundheit

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Quellen/Literatur

1) Julianne Holt-Lunstad ,Timothy B. Smith ,J. Bradley Layton: Social Relationships and Mortality Risk: A Meta-analytic Review, abgerufen unter doi.org/10.1371/journal.pmed.1000316 am 9. Februar 2026

2) Pew Reserach Center: Women more likely than men to tap into a broader array of sources when they need emotional support, abgerufen unter www.pewresearch.org/social-trends/2025/01/16/men-women-and-social-connections am 9. Februar 2026

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