Männergesundheitsbericht 2013

Seelische Erkrankungen beim Mann sind ein gesellschaftliches Tabu

Männer gelten vor allem dann als krank, wenn ihr Körper krank ist. Dabei können sie ebenso wie Frauen unter Depressionen, Ängsten, Burn-Out und anderen psychischen Störungen leiden. Doch bei Männern werden diese seelischen Leiden immer noch stigmatisiert und tabuisiert. Das zeigt der Männergesundheitsbericht 2013, den die Stiftung Männergesundheit mit Unterstützung der DKV Deutsche Krankenversicherung AG veröffentlicht hat.

Psychische Erkrankungen befinden sich generell auf dem Vormarsch, und die Zahl der männlichen Betroffenen steigt deutlich stärker an als die der weiblichen. So hat sich der Anteil der dadurch bedingten Fehltage am Arbeitsplatz in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt – auf  14,7 Prozent in 2014. Dass Erkrankungen der Psyche immer häufiger werden und damit auch deren gesellschaftliche, gesundheitsökonomische und gesundheitspolitische Bedeutung wächst, war bereits im Ersten Deutschen Männergesundheitsbericht ein Thema. Das nahm die Stiftung Männergesundheit zum Anlass, im April 2013 einen weiteren Gesundheitsbericht zu veröffentlichen, bei dem die psychische Gesundheit des Mannes ganz im Fokus steht

Psychisch kranke Männer oft unerkannt und unbehandelt

Pressekonferenz zur Vorstellung des Männergesundheitsbericht 2013

Eine zentrale Erkenntnis der 15 beteiligten Experten lautet: Seelische Erkrankungen bei Männern sind ein Tabu, was zu Defiziten bei der Diagnose und bei der Versorgung führt. „Gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die psychische Gesundheit von Männern entsteht erst bei massiven Auffälligkeiten“, konstatiert Mitautorin Anne Maria Möller-Leimkühler, Leiterin der Forschungsabteilung Psychiatrische Soziologie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilian-Universität München.

Die Sozialwissenschaftlerin, die auch dem wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Männergesundheit angehört, betont, dass psychische Störungen beim Mann unterschätzt sind und ein erheblicher Teil der Betroffenen nicht behandelt wird. So gibt es Statistiken zu Folge deutlich weniger Männer als Frauen mit einer diagnostizierten Depression. Demgegenüber steht aber, dass Männer dreimal so häufig Selbstmord begehen wie Frauen. Dies legt den Schluss nahe, dass die Zahl nicht erkannter männlicher Depressionskranker wesentlich höher ist als die weiblicher.

Neue Perspektive auf die Männerseele

Der Männergesundheitsbericht 2013 beleuchtet die psychische Gesundheit von Männern und die damit verbundenen Probleme aus medizinischer, psychologischer, soziologischer und historischer Perspektive und schließt damit eine Lücke in der medizinischen Versorgungsforschung.


Den Männergesundheitsbericht 2013 können Sie hier bestellen.

Informationen zum ersten Männergesundheitsbericht finden Sie hier.

 

 

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