Das fatale Verschwinden des Y-Chromosoms im Alter
Das Loss of Y-Chromosome
Ist der Verlust von Teilen des Y-Chromosoms im Alter verantwortlich für die niedrigere Lebenserwartung von Männern? Diese Frage wirft ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt auf. „Es ist reine Spekulation, aber ich glaube, dass LOY für etwa die Hälfte dieser Lebenszeit-Lücke verantwortlich ist“, so Prof. Dr. Jan Dumanski von der Universität Uppsala, der zum „Loss Of Y-Chromosome“, kurz LOY, forscht.
Studien zeigen Zusammenhänge zwischen LOY und erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, verschiedene Krebsarten, Alzheimer sowie eine verkürzte Lebenserwartung. Die
Ursachen für LOY liegen vermutlich in Fehlern bei der Zellteilung, begünstigt durch Alter, genetische Faktoren und Umweltbelastungen wie Rauchen oder Schadstoffe. Unklar bleibt jedoch, ob LOY direkte Krankheitsursache oder lediglich ein Marker altersbedingter Geninstabilität ist, die auch andere Gene betrifft.
Die Ergebnisse widersprechen allerdings anderen Forschungen, nach denen ein großer Teil des Unterschieds auf kulturelle Faktoren zurückzuführen ist. Dafür spricht auch die hohe internationale Schwankung bei der Lebenserwartung. Die Differenz liegt in den Niederlanden und Schweden bei rund drei, in Litauen dagegen bei fast elf Jahren.
Den ganzen Beitrag finden Sie unter Männer im Alter: Wenn das Y verschwindet – Deutsches Ärzteblatt.






