IBuTu III – Prostatakrebs altersgerecht behandeln

Alterungsprozess und Gesundheitszustand einschätzen, um eine individuell maßgeschneiderte Therapie zu finden – das sind die Ziele von Teil III der IBuTu-Studie.

Maßgeschneiderte Behandlung für jeden Patienten

Dass es sich beim Altern um einen höchst individuellen Prozess handelt, macht Entscheidungen über die weiteren Behandlungsschritte in der Altersgruppe der über 70-Jährigen besonders komplex. Während der eine Patient noch so fit ist, dass er eine relativ aggressive Therapie gut übersteht, leidet ein anderer bereits unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen, was dann für eine eher schonende Vorgehensweise zur Behandlung der Erkrankung spricht.

Das Ziel des dritten Teils von IBuTu besteht darin, die Faktoren des individuellen Alterungs- und Gesundheitszustandes zu identifizieren, die mit einer erfolgreichen Therapie beziehungsweise einem vorzeitigen Abbruch der Behandlung zusammenhängen. Auf diese Weise soll die Studie Ärzte bei Ihren Therapieempfehlungen unterstützen und ihnen dabei helfen, für jeden Mann mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom eine angepasste Therapie zu finden.

Fokus auf Altersmedizin

Anlass für IBuTu III ist das mangelnde Wissen über Einflussgrößen, die sich auf das Behandlungsergebnis von Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom auswirken. So wurde u.a. untersucht, ob und inwieweit die Erkenntnisse der Altersmedizin (Geriatrie) bei der individuellen Behandlung nützlich sein können. Damit reagierte die Stiftung Männergesundheit auf die demografische Veränderung unserer Gesellschaft, da Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium überwiegend bei Männern um das 70. Lebensjahr festgestellt wird.

Nach Einschluss von 177 der geplanten 300 Patienten wurde die Studie aufgrund langsamer Rekrutierung vorzeitig abgebrochen. Trotz der Einschränkungen, dass nicht die vorgesehene Zahl von Patienten eingeschlossen werden konnte, zeigen die Ergebnisse, dass ein vorzeitiger Abbruch der Behandlung häufig war, und dass Einschränkungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens ein signifikanter Risikofaktor für einen Therapieabbruch bei älteren Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom sind.

Die Ergebnisse der IbuTu III-Studie.


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